FEV treibt Entwicklung von Brennstoffzellen für klimaneutrale Reisebusse mit „CoacHyfied” voran

Autor: Marius Strasdat

Veröffentlicht:

Presse

3 Min. Lesezeit

Aachen, März 2021 – Vor dem Hintergrund der gesteckten Klimaziele ist das EU-Projekt „CoacHyfied“ ins Leben gerufen worden. Das vom Entwicklungsdienstleister FEV geleitete Vorhaben verfolgt die Intention, durch die Entwicklung und den Betrieb von sechs Brennstoffzellen-Reisebussen im öffentlichen und kommerziellen Nah- und Fernverkehr bestehende Herausforderungen aufzuzeigen und passende Lösungen zu entwickeln. Ein Konsortium aus insgesamt 14 Unternehmen aus den Bereichen Entwicklung, Technologie und Wissenschaft gehört „CoacHyfied“ an. Die Demonstrationsphase unter realen Einsatzbedingungen der Busse startete Anfang des Jahres und wird bis zu drei Jahre andauern. Die gesamte Projektlaufzeit ist auf fünf Jahre angesetzt.

„Die starke Vernetzung des europäischen Binnenmarktes und ein stetig wachsendes Verkehrsaufkommen erfordern eine gemeinsame Strategie, um unsere ambitionierten Klimaziele zu erreichen – gerade im Transportsektor“, sagt Prof. Stefan Pischinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der FEV Group. „Für den Langstreckentransport von Personen und Gütern sind Brennstoffzellenantriebe eine geeignete technologische Alternative, die wir mit CoacHyfied gezielt adressieren.“

Die Brennstoffzelle (BZ) gilt als eine der vielversprechendsten Antriebsformen, um die Klimaziele im Transportsektor zu erreichen. Zudem spielt diese Technologie hinsichtlich des Langstreckentransports ihr volles Potenzial aus. Der Grund ist ihr vergleichsweise geringes Systemgewicht, was gerade für Schwerlastanwendungen mit hohem Leistungsbedarf von Vorteil ist. So kann sie mit einer hohen Reichweite bei gleichzeitig kurzen Betankungszeiten überzeugen. Durch Verwendung von „grünem Wasserstoff“ ist ihr Betrieb dabei emissionsfrei. Diese Vorteile machen sich bereits heute einige Verkehrsbetriebe zu Nutze und setzen vermehrt Brennstoffzellensysteme in ihren Stadtbussen ein.

Aktivitäten zur Entwicklung von BZ-Reisebussen sind in Europa indes nicht bekannt. Dies soll sich durch „CoacHyfied” nun ändern. Im Zuge des Projekts werden zwei Typen von Reisebussen untersucht: Einerseits OEM-basierte, neu produzierte Brennstoffzellenbusse, andererseits auf Brennstoffzellenantrieb umgerüstete, bereits existierende Busse, um auch Antworten für eine Zweitnutzung von technisch noch einwandfreien Chassis durch „Retrofit“ geben zu können („Second-Life-Nutzung“). „So können ressourcenschonend bestehende Fahrzeugflotten klimaneutral weiter verwendet werden“, sagt Prof. Pischinger.

Außerdem werden Konstruktionsmöglichkeiten für den Einsatz der Tanktechnologie von 350 bzw. 700 bar untersucht, um die Skalierbarkeit der Leistungs- und Reichweitenanforderung wirtschaftlich effizient darstellen zu können. Durch die Verwendung von „grünem Wasserstoff“ während des Projektes sollen außerdem wertvolle Erkenntnisse hinsichtlich der Logistik für Energieversorger und künftige Betreiber der Brennstoffzellenbusse gewonnen werden.

Projektdaten „CoacHyfied“
Dauer: 01/2021–12/2025

Projektpartner:

  • FEV Europe GmbH (Leitung des Konsortiums)
  • Ballard Power Systems Europe A/S
  • Coventry University
  • ElringKlinger Fuelcell Systems Austria GmbH
  • I SEE Electric Busses GmbH
  • Ford Otomotiv Sanayi A.Ş.
  • Otokar A.Ş.
  • RWTH Aachen University
  • Engie Energie Serives
  • HyPORT
  • KIWA Nederland BV
  • Dobeles Autobus parks
  • NPROXX B.V
  • Trezors

Projektunterstützung:

  • Innovation Green

Homepage:
www.coachyfied.eu

LinkedIn:
https://www.linkedin.com/company/coachyfied

 

Das dieser Veröffentlichung zugrunde liegende Projekt hat eine Förderung durch Fuel Cells and Hydrogen 2 Joint Undertaking (JU) unter dem Förderkennzeichen Nr. 101006774 erhalten. Das Joint Undertaking erhält Unterstützung durch das Forschungs- und Innovations-programm Horizon 2020 der Europäischen Union, Hydrogen Europe und Hydrogen Europe Research.

Über FEV

FEV verschiebt Grenzen.
FEV ist ein global führender Entwicklungsdienstleister im Automobilsektor und Innovationstreiber für unterschiedliche Industriezweige. Professor Franz Pischinger legte dafür den Grundstein, indem er seinen akademischen und technischen Hintergrund mit seiner Vision für kontinuierlichen Fortschritt verband. Das Unternehmen entwickelt seit 1978 technologische und strategische Lösungen für die größten Automobilhersteller der Welt sowie Kunden im gesamten Transport- und Mobilitätsökosystem.

Die Welt entwickelt sich kontinuierlich weiter. FEV ebenso.
Deshalb setzt FEV sein technologisches und strategisches Know-how auch in anderen Bereichen ein und transferiert seinen zukunftsorientierten Ansatz in den Energiesektor. Durch seine Software- und Systemkompetenz nimmt das Unternehmen zudem eine Vorreiterrolle ein und macht intelligente Lösungen für jedermann erlebbar. FEV bringt hochqualifizierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Fachgebieten zusammen, um den Herausforderungen von heute und von morgen zu begegnen.

FEV bleibt nicht stehen.
Auch in Zukunft wird FEV die Grenzen der Innovation verschieben. Mit seinen mehr als 7.500 Mitarbeiter:innen an mehr als 40 Standorten weltweit entwickelt FEV Lösungen, die nicht nur die Bedürfnisse von heute, sondern auch die von morgen erfüllen. Letztlich bleibt FEV niemals stehen – für eine bessere, saubere Zukunft, auf Basis nachhaltiger Mobilität und Energie sowie intelligenter Software. Für seine Unternehmenspartner, seine Mitarbeiter:innen und die Welt.

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