17. September 2020

FEV untersucht in Methanol-Verbundprojekt Standards für klimaneutrale Kraftstoffe zur kurzfristigen CO2-Reduktion

Methanol

Das von FEV koordinierte Verbundprojekt „Methanolstandard“ ist im vergangenen Monat gestartet. Quelle: FEV Group

Aachen, September 2020 – Am 1. August 2020 ist das vom international führenden, unabhängigen Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung FEV koordinierte Verbundprojekt „Methanolstandard“ gestartet. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie gefördert (FKZ 19I20005A). Das branchenübergreifende Konsortium hat sich zum Ziel gesetzt, die technischen Grundlagen für eine Standardisierung von Methanolkraftstoffen in Europa zu untersuchen. Etwa 20 Partner aus Industrie und Wissenschaft sind an dem Vorhaben beteiligt.

Auf der Pariser Klimakonferenz wurde 2015 eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 38 Prozent bis 2030 und um 80 Prozent bis 2050 beschlossen. Die EU-Kommission hat mit dem „Green Deal“ diese Anforderungen noch einmal verschärft und möchte bis 2030 eine Reduktion von mindestens 50 Prozent sowie 2050 eine vollständige Klimaneutralität erreichen. Vor allem im Verkehrssektor sind die Emissionen in den letzten Jahren durch das stetige Wachstum im Transport nicht gesunken. Um die ehrgeizigen und wichtigen Ziele zu erreichen, setzt FEV nicht nur auf eine Lösung, sondern einen effektiven Technologiemix.

„Aufgrund der hohen Energiedichte flüssiger Kraftstoffe sind insbesondere im Langstrecken- und Güterverkehr sogenannte Power-to-Liquid Konzepte ein vielversprechender Ansatz“, sagt Christof Schernus, Vice President Research and Innovation bei FEV. „Flüssige Energieträger bieten den entscheidenden Vorteil, dass sie Energie in großem Umfang speichern können und leicht über weite Strecken zu transportieren sind.“

Ein Beispiel für ein Power-to-Liquid Erzeugnis ist Methanol, das durch Synthese aus CO2 und Wasserstoff gewonnen wird. Die Erzeugung von Wasserstoff erfolgt mittels einer Elektrolyse unter der Verwendung von regenerativ erzeugtem Strom. Dadurch kann Strom aus besonders wind- oder sonnenreichen Regionen gespeichert werden. Das CO2 kann im besten Fall aus Abfall gewonnen oder längerfristig aus der Luft abgeschieden werden. Das gewonnene Methanol kann anschließend per Schiff, Bahn oder Pipeline transportiert und in der bestehenden Infrastruktur genutzt werden. Schon heute weist die Herstellung von Methanol eine hohe technologische Reife auf.

Im neu gestarteten Projektverbund stehen zwei Methanolkraftstoffe im Fokus: M100, also reines Methanol, und M15, ein Methanol-Benzin-Gemisch. Der sogenannte Drop-In-Kraftstoff (M15) kann bereits in der Bestandsflotte eingesetzt werden, um kurz- und mittelfristig signifikante CO2-Einsparungen zu erzielen. Neben der Kraftstoffherstellung und Verwendung im Verkehrssektor sind auch sicherheitsrelevante Aspekte Bestandteil des Forschungsvorhabens. Die Ergebnisse sollen anschließend an einem Prototypen-Motor umgesetzt werden.

FEV konnte in einem weiteren Projekt FEV zudem bereits Erfahrungen mit der Untersuchung von Methanol basierten Kraftstoffen sammeln: Hier befasst sich das Konsortium C3-Mobility mit Methanol sowie dessen Weiterverarbeitung zu anderen, synthetischen Kraftstoffen und deren Anwendung in verschiedenen Motorvarianten und -größen.  

Regenerative Drop-In-Fuels – also synthetische Kraftstoffe –, die mit den existierenden Kraftstoffnormen kompatibel sind, können unmittelbar in der gesamten Fahrzeugflotte eingesetzt werden und erzielen so eine klimaneutralisierende Wirkung. Eine zeitnahe Verfügbarkeit kann daher einen wichtigen Beitrag zur Erreichung der Klimaziele leisten.

Über FEV

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Die Welt entwickelt sich kontinuierlich weiter. FEV ebenso.
Deshalb setzt FEV sein technologisches und strategisches Know-how auch in anderen Bereichen ein und transferiert seinen zukunftsorientierten Ansatz in den Energiesektor. Durch seine Software- und Systemkompetenz nimmt das Unternehmen zudem eine Vorreiterrolle ein und macht intelligente Lösungen für jedermann erlebbar. FEV bringt hochqualifizierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Fachgebieten zusammen, um den Herausforderungen von heute und von morgen zu begegnen. 

FEV bleibt nicht stehen.
Auch in Zukunft wird FEV die Grenzen der Innovation verschieben. Mit seinen 7000 Mitarbeiter:innen an mehr als 40 Standorten weltweit entwickelt FEV Lösungen, die nicht nur die Bedürfnisse von heute, sondern auch die von morgen erfüllen. Letztlich bleibt FEV niemals stehen – für eine bessere, saubere Zukunft, auf Basis nachhaltiger Mobilität und Energie sowie intelligenter Software. Für seine Unternehmenspartner, seine Mitarbeiter:innen und die Welt.
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