FEV und ITL entwickeln innovativen Batteriegehäuse-Demonstrator für E-Fahrzeuge

Autor: Marius Strasdat

Veröffentlicht:

Presse

3 Min. Lesezeit

Aachen, Mai 2023 – FEV hat mit dem Fertigungsspezialisten für Aluminiumwarmblechumformung, Impression Technologies (ITL), unter Anwendung der sogenannten HFQ®-Technologie ein Batteriegehäuse-Konzept für E-Fahrzeuge vorgestellt, das den für Energiespeicher zur Verfügung stehenden Platz optimal ausnutzt. Hierfür werden die anspruchsvollen strukturellen Anforderungen an dieses Bauteil auf eine neuartige Weise umgesetzt. Durch die vollständige Verlegung der strukturrelevanten Komponenten auf die Außenseite und die gleichzeitige Integration des Batteriegehäuses in das Gesamtfahrzeug wird Bauraum für zusätzliche Batteriezellen geschaffen. Dies führt zu einer höheren Reichweite oder aber einem reduzierten Bauraumbedarf bei gleichbleibender Reichweite. Das im Rahmen des gemeinsamen Projektes von FEV und ITL entwickelte Konzept soll in den kommenden Monaten als Demonstrator gefertigt und vorgestellt werden.

„Mit unserer jüngsten Batteriegehäuse-Entwicklung zeigen wir einmal mehr, dass FEV beim Thema nachhaltige Mobilität in viele Richtungen denkt. Wir bieten Lösungen an, die der Markt nachfragt – beispielsweise um die Reichweite bei der E-Mobilität zu erhöhen. Mit ITL haben wir bei diesem Projekt den idealen Partner für Leichtbau an Bord, um das Konzept in Form eines Demonstrators für unsere Kunden und Partner zeitnah erlebbar zu machen“, sagt Professor Stefan Pischinger, Vorsitzender des Vorstands der FEV Group.

Bei dem von FEV entwickelten Ansatz wird die benötigte Struktur-Performance durch ein „Exoskeletton“-Konzept gewährleistet, welches einen Kraftfluss ober- und unterhalb des Batterie-Packs realisiert. Hierdurch werden zum einen die im Crash-Fall auftretenden Lasten aus dem für die Batteriezellen verwendeten Bauraum ferngehalten und gleichzeitig die Steifigkeit des Gesamtsystems (Batterie und Karosserie) optimiert.

Um die benötigte strukturelle Performance in geringem Bauraum zu erreichen, erfordert das von FEV entwickelte Konzept die Umsetzung komplexer Strukturen mit geringen Radien und Entformungsschrägen. Eine Realisierung dieser Strukturen ist mit ITLs Aluminium-Warmumformungstechnologie HFQ® („Hot Form Quench“) möglich. „Die HFQ-Technologie erweitert unser Portfolio an möglichen Fertigungstechnologien für neue Entwicklungen und ermöglicht uns die Umsetzung komplexerer Strukturen im Vergleich zu Kaltumformtechnologien“, sagt Christian Kürten, Bereichsleiter Fahrzeug Architektur bei FEV Vehicle. „Hinzu kommt der Einsatz von hochfesten Aluminiumlegierungen, welche am Ende im Zusammenspiel mit dem HFQ-Verfahren die erforderliche Performance in optimiertem Bauraum liefern.“

„FEV als Vorreiter für exzellentes Design und die Aufgeschlossenheit bei der Entwicklung neuer Leichtbaukonzepte und -lösungen für Elektrofahrzeuge passen hervorragend zu ITL und den Vorteilen der HFQ-Leichtbautechnologie“, sagt Jonathan Watkins, CEO von Impression Technologies. „Mit unseren Kompetenzen bei der Charakterisierung ultrahochfester Aluminiumlegierungen, Design-for-Manufacture, Umformsimulation sowie Produktion und FEVs globalem Netzwerk in der Automobilindustrie ergänzen wir uns optimal und stellen sicher, dass alle Automobilhersteller von dem neuartigen Batteriegehäuse-Konzept profitieren können.“

Über FEV

FEV verschiebt Grenzen.
FEV ist ein global führender Entwicklungsdienstleister im Automobilsektor und Innovationstreiber für unterschiedliche Industriezweige. Professor Franz Pischinger legte dafür den Grundstein, indem er seinen akademischen und technischen Hintergrund mit seiner Vision für kontinuierlichen Fortschritt verband. Das Unternehmen entwickelt seit 1978 technologische und strategische Lösungen für die größten Automobilhersteller der Welt sowie Kunden im gesamten Transport- und Mobilitätsökosystem.

Die Welt entwickelt sich kontinuierlich weiter. FEV ebenso.
Deshalb setzt FEV sein technologisches und strategisches Know-how auch in anderen Bereichen ein und transferiert seinen zukunftsorientierten Ansatz in den Energiesektor. Durch seine Software- und Systemkompetenz nimmt das Unternehmen zudem eine Vorreiterrolle ein und macht intelligente Lösungen für jedermann erlebbar. FEV bringt hochqualifizierte Menschen aus den unterschiedlichsten Bereichen und Fachgebieten zusammen, um den Herausforderungen von heute und von morgen zu begegnen.

FEV bleibt nicht stehen.
Auch in Zukunft wird FEV die Grenzen der Innovation verschieben. Mit seinen >7300 Mitarbeiter:innen an mehr als 40 Standorten weltweit entwickelt FEV Lösungen, die nicht nur die Bedürfnisse von heute, sondern auch die von morgen erfüllen. Letztlich bleibt FEV niemals stehen – für eine bessere, saubere Zukunft, auf Basis nachhaltiger Mobilität und Energie sowie intelligenter Software. Für seine Unternehmenspartner, seine Mitarbeiter:innen und die Welt.
#FeelEVolution

Auch interessant: Ähnliche Beiträge

Im Folgenden finden sie eine kleine Auswahl an ähnlichen Themen, die Sie auch interessieren könnten. Werfen Sie einen Blick drauf.

  • Forschungsprojekt zeigt hohes Potenzial von
    Methanol als nach-
    haltigem Kraftstoff auf

    Aachen, Februar 2024 – Das von FEV koordinierte Forschungsprojekt „Methanol Standard“ ist erfolgreich abgeschlossen worden. Fokus des Projekts war die Untersuchung technischer Grundlagen für die europaweite Normung von Methanol als Kraftstoff. Die Ergebnisse zeigen, dass nachhaltig erzeugtes Methanol in der…

  • Mayank Agochiya ist neuer Vorsitzender der Geschäftsführung bei FEV Asia

    Aachen, Januar 2024 – Mit Wirkung zum 1. Januar übernahm Mayank Agochiya die Funktion des Vorsitzenden der Geschäftsführung bei FEV Asia. In dieser Funktion ist Agochiya nun auch Mitglied der globalen Geschäftsführung von FEV, einem weltweit führenden Innovationstreiber im Mobilitäts-…

  • FEV Zero CO₂ Mobility Conference: Bis 2035 kein fossiler Kraftstoff mehr an der Tankstelle – Ersatz durch nachhaltige Energieträger

    Aachen/Berlin, Januar 2024 – Die EU ist momentan nicht „Fit for 55“, also für ihr selbstgestecktes Ziel, die Treibhausgas-Emissionen bis 2030 um mindestens 55 Prozent zu senken – vor allem beim Blick auf die Emissionseinsparungen im Mobilitätssektor. So der Tenor…

This site is registered on wpml.org as a development site. Switch to a production site key to remove this banner.