13. November 2017

Zeitgleich zur COP23 UN-Klimakonferenz in Bonn veranstaltet FEV die erste „Zero CO2 Mobility“-Konferenz: Internationale Experten diskutieren über CO2-relevante Innovationen zukünftiger Antriebstechnologien

Zeitgleich zur COP23 UN-Klimakonferenz in Bonn lud FEV am 9. und 10. November 2017 in Aachen zur ersten „Zero CO2 Mobility”-Konferenz ein. (Quelle: FEV Group)

Immer stärker kristallisiert sich bei Experten die Erkenntnis heraus, dass die Elektrifizierung zwar ein wichtiges, jedoch keinesfalls ausreichendes Mittel ist, um in absehbarerer Zeit eine CO2-neutrale Mobilität zu erzielen. Um Rahmenbedingungen und mögliche Lösungen mit Fachreferenten zu diskutieren, lud FEV am 9. und 10. November 2017 in Aachen zur ersten „Zero CO2 Mobility”-Konferenz ein. Mehr als 140 Teilnehmer aus Automobil- und Energiewirtschaft, aus Forschung und Entwicklung, vom Bundesumweltministerium sowie aus der Kraftstoffindustrie diskutierten in insgesamt fünf Vortragssessionen unterschiedliche Aspekte CO2-neutraler Mobilität. Zu den Themen gehörten u.a. die Potenziale von Energiespeichern – von der Batterietechnik bis hin zu verschiedenen Arten regenerativer Kraftstoffe. Aber auch Infrastrukturthemen wurden behandelt.

„Unlängst veröffentlichte Berechnungen aus dem Bundesumweltministerium mahnen, dass die für 2020 angestrebten Klimaziele weitaus deutlicher verfehlt werden, als bisher prognostiziert. Auch im Verkehrssektor sei demnach mit geringeren CO2-Minderungen zu rechnen, als geplant“, erklärt Professor Stefan Pischinger, der Schirmherr der Konferenz. „Diese Studien aber auch die große Teilnehmerzahl an unserer Konferenz zeigen uns, dass die Frage nach einer ausgewogenen Flottenstrategie aktueller ist, denn je.“

„Ein treibhausgasneutraler Verkehr geht im Straßenverkehr nur mit einem maßgeblichen Anteil der direkten Nutzung von elektrischem Strom. Für den Flug- und Seeverkehr und Teile des Straßengüterverkehrs werden in großen Mengen stromerzeugte, treibhausgasneutrale Kraftstoffe benötigt werden”, erklärte Dr. Martin Lange vom Umweltbundesamt.

Alle Experten gehen somit davon aus, dass mehrere Lösungspfade zum Erreichen einer CO2-freien Mobilität parallel gegangen werden müssen. Hier wird es eine Koexistenz von batterieelektrischen Antrieben und Verbrennungsmotoren geben, die mit CO2-neutralen Kraftstoffen, sogenannten E-fuels, betrieben werden.

Die Experten waren sich auch einig, dass zum Erreichen der Paris 2050 Klimaziele schnellstmöglich dieser Mix an CO2-günstigen Antrieben eine hohe Marktdurchdringung erzielen muss – insbesondere durch Fahrzeuge mit elektrischen (BEV) oder teilelektrischen Antrieben (PHEV) und durch die Entwicklung und Produktion von E-Fuels. Sogar die bestehenden Fahrzeugflotten könnten durch Beimischung von E-fuels signifikant zur CO2 Reduktion beitragen. Kurzfristig kann zudem durch den Betrieb von Fahrzeugen mit CNG die CO2--Emission um bis zu 80 Prozent reduziert werden. Aufgrund des hohen Wirkungsgrades, sollten ebenso saubere EU6 Dieselmotoren insbesondere in schweren PKW, SUV und Transportern weiterhin zum Einsatz kommen, da auch diese zur CO2-Reduktion beitragen.

Nach dem großen Erfolg dieser Veranstaltung plant FEV bereits jetzt für November 2018 die zweite „Zero CO2 Mobility“-Konferenz in Aachen.

Über FEV
FEV ist ein international führender, unabhängiger Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung für Hardware und Software. Das Kompetenzspektrum umfasst die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen bis hin zur Serienreife sowie angrenzenden Beratungsleistungen. Zum Leistungsumfang auf der Fahrzeugseite gehören die Auslegung von Karosserie und Fahrwerk, inklusive der Feinabstimmung der Gesamtfahrzeugattribute wie Fahrverhalten und NVH. Zudem werden bei FEV innovative Lichtsysteme und Lösungen zum autonomen Fahren sowie Connectivity entwickelt. Bei der Elektrifizierung von Antrieben entstehen leistungsfähige Batteriesysteme, e-Maschinen und Inverter. Darüber hinaus werden hocheffiziente Otto- und Dieselmotoren, Getriebe, EDUs sowie Brennstoffzellensysteme entwickelt und unter Berücksichtigung der Homologation ins Fahrzeug integriert. Ein weiterer Schwerpunkt sind alternative Kraftstoffe.

Das Leistungsangebot wird abgerundet durch maßgeschneiderte Prüfstände und Messtechnik sowie Softwarelösungen, durch die wesentliche Arbeitsschritte der oben genannten Entwicklungen effizient von der Straße in den Prüfstand oder in die Simulation verlegt werden können.

Die FEV Gruppe wächst kontinuierlich und beschäftigt aktuell 6700 hochqualifizierte Spezialisten in kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.