01. Dezember 2016

Professor Franz Pischinger in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen

Manager magazin ehrt FEV-Gründer für seine Verdienste um die Schadstoffreduktion bei Verbrennungsmotoren

FEV-Gründer Professor Dr. Franz Pischinger, ist in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen worden. (Quelle: Peter Winandy)

Professor Dr. techn. Dr. e.h. Franz Pischinger, Gründer der FEV GmbH und emeritierter Lehrstuhlinhaber des Lehrstuhls für Verbrennungskraftmaschinen an der RWTH Aachen, ist in die Hall of Fame der deutschen Forschung berufen worden. Mit der Aufnahme würdigt das manager magazin den Forscher für seine Verdienste um die Abgasreinigung und die damit einhergehende Reduktion des Schadstoffausstoßes bei Otto- und Dieselmotoren.

Die feierliche Preisverleihung fand am 17. November 2016 im Rahmen einer Festveranstaltung in Wiesbaden statt. Rund 100 geladene Gäste aus Wissenschaft, Wirtschaft und Politik ehrten den Wissenschaftler und Entwickler, der in Fachkreisen auch „Motorenpapst” genannt wird.

Nach dem Erhalt des Aachener Ingenieurpreises 2015 für sein Lebenswerk und seine Vorbildfunktion für aufstrebende Wissenschaftler und Entwickler ist die Aufnahme in die Hall of Fame der deutschen Forschung eine weitere bedeutende Auszeichnung für Professor Pischinger. Unter den bisher 20 Laureaten der Hall of Fame der deutschen Forschung befinden sich mehrere Träger des Nobelpreises.

 

Zum Leben und Wirken von Prof. Dr. Franz Pischinger:

Nach seinem Ingenieurstudium war Pischinger als wissenschaftlicher Assistent am Lehrstuhl für Verbrennungsmotoren und Thermodynamik an der Technischen Hochschule Graz tätig und promovierte dort 1954. Nach seiner Habilitation auf dem Gebiet der Thermodynamik von Verbrennungsmotoren übernahm er 1958 die Leitung der Forschungsabteilung eines führenden Engineering-Dienstleisters in Graz. Von 1962 bis 1970 war er bei der Klöckner Humboldt Deutz AG, zuletzt als Leiter der Motorenentwicklung, tätig.

1970 begann die Aachener Zeit. Pischinger folgte dem Ruf als Professor für Angewandte Thermodynamik und Direktor des Instituts für Thermodynamik an der RWTH Aachen. Bis 1997 gab er sein Wissen und seine Erfahrung auf dem Gebiet der Verbrennungsmotoren und angewandten Thermodynamik an rund 9.000 Studierenden weiter. Im Rahmen der von ihm geleiteten Forschungsarbeiten promovierten mehr als 200 Ingenieure zum Dr.-Ing.

1978 gründete Pischinger die FEV in Aachen. Rasch entwickelte sich die Firma zu einem weltweit führenden Entwicklungspartner der Motoren- und Fahrzeugindustrie. Im Jahr 2003 übertrug Franz Pischinger die operative Leitung der FEV an seinen Sohn und Mitgesellschafter Professor Stefan Pischinger, der dem Vater auch im RWTH-Institut nachfolgte.

Über FEV
FEV ist ein international führender, unabhängiger Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung für Hardware und Software. Das Kompetenzspektrum umfasst die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen bis hin zur Serienreifen sowie angrenzenden Beratungsleistungen. Zum Leistungsumfang auf der Fahrzeugseite gehören die Auslegung von Karosserie und Fahrwerk, inklusive der Feinabstimmung der Gesamtfahrzeugattribute wie Fahrverhalten und NVH. Zudem werden bei FEV innovative Lichtsysteme und Lösungen zum autonomen Fahren sowie Connectivity entwickelt. Bei der Elektrifizierung von Antrieben entstehen leistungsfähige Batteriesysteme, e-Maschinen und Inverter. Darüber hinaus werden hocheffiziente Otto- und Dieselmotoren, Getriebe, EDUs sowie Brennstoffzellensysteme entwickelt und unter Berücksichtigung der Homologation ins Fahrzeug integriert. Ein weiterer Schwerpunkt sind alternative Kraftstoffe.

Das Leistungsangebot wird abgerundet durch maßgeschneiderte Prüfstände und Messtechnik sowie Softwarelösungen, durch die wesentliche Arbeitsschritte der oben genannten Entwicklungen effizient von der Straße in den Prüfstand oder in die Simulation verlegt werden können.

Die FEV Gruppe wächst kontinuierlich und beschäftigt aktuell 6700 hochqualifizierte Spezialisten in kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.