02. Januar 2018

FEV baut Batterie-Prüfzentrum zur Entwicklung zukünftiger Hochvolt-Speicher-Technologien aus

Um den gestiegenen Anforderungen an die Entwicklungswerkzeuge zu begegnen, hat die FEV nun eine Erweiterung seines Batterie-Prüfzentrums nahe Paris in Angriff genommen.

Derzeit werden in der Automobilindustrie alle Weichen auf E-Mobilität gestellt. Der international agierende Dienstleister FEV, mit Stammsitz in Aachen, treibt seine Aktivitäten zur Entwicklung zukünftiger Antriebstechnologien weiter voran. Um den gestiegenen Anforderungen an die Entwicklungswerkzeuge zu begegnen, hat die FEV nun eine Erweiterung seines Batterie-Prüfzentrums nahe Paris in Angriff genommen. Bereits 2018 soll das rund 600 Quadratmeter große Areal in Betrieb gehen. Es umfasst vier begehbare Prüfzellen für große Traktionsbatterien und vier Prüfzellen für Batterie-Packs mit einer Spannungsversorgung von bis zu 1.200V. Ebenfalls werden bis zu 300 Kanäle für Tests von Batteriezellen und von Batteriemodulen zur Verfügung stehen. Alle Prüfzellen verfügen über eine Klimatisierung. 

Zusätzlich zu den Batterie-Prüfzellen bietet das moderne Testzentrum umfangreiche Echtzeitsimulationswerkzeuge. So können Batterien durch Simulation von Straße, Fahrzeug und Antriebsstrang in ihren individuellen Applikationsszenarien getestet werden.

„Wir sind zuversichtlich, dass das Prüfzentrum eine zukunftssichere Erweiterung unserer Kapazitäten darstellt und wir damit für die nächsten Jahre optimal auf die Herausforderungen in der Entwicklung vorbereitet sind“, erklärt Professor Stefan Pischinger, President und CEO der FEV Group. „Wir planen aber noch weitere, ergänzende Schritte: So werden wir zusätzlich zu unserem Prüfzentrum bei Paris den Kapazitäts-Ausbau an unserem Standort in China konsequent vorantreiben.“ Zu diesem weltweiten Ausbau gehören auch Prüfstände zur Erprobung der elektrischen Antriebe.“

Der Ausbau des Batterie-Prüfzentrums ist ein wichtiger Schritt einer Serie von Aktivitäten, die FEV ergriffen hat und ergreifen wird, um den Geschäftsbereich Electronics und Electrification zu stärken: Bereits im September 2017 hatte FEV beispielsweise die EVA Fahrzeugtechnik GmbH erworben, einen Spezialisten in der E-Mobilität und Hochvoltspeicherentwicklung. EVA entwickelt mit mehr als 220 Mitarbeitern leistungsstarke Hochvoltspeicher, welche die hohen Anforderungen an Energieinhalt, Reichweite, Widerstandsfähigkeit, Temperaturbeständigkeit, Gewicht und Kosten erfüllen.

Lange Erfolgsgeschichte in der Entwicklung innovativer Batterie-Systeme 

Dank dieses umfassenden Wissens sowie den neuen Prüfkapazitäten für Batteriezellen, ist FEV in der Lage, seinen Kunden fortschrittliche Forschung am Batterie-Design der Zukunft anzubieten. Mittlerweile blickt FEV zudem auf mehr als 50 erfolgreich abgeschlossene Batterie-Entwicklungsprojekte, auch mit dem Ziel der Serienproduktion, zurück. Der Erfolg dieser Programme beruht auf einem global operierenden Batterie-Entwicklungsteam, etablierten FEV-Methoden und modernen Werkzeugen. Ein Kernsystem bei der FEV-Batterie-Entwicklung ist zudem das ausgereifte Batterie-Managementsystem, dessen optimierte Algorithmen eine sehr effiziente Steuerung der Batterie ermöglichen. Dank der Nutzung in einer Vielzahl von Projekten verfügt das System über einen hohen Grad an Reife und Flexibilität für jegliche Batterie-Konzepte.

Über FEV
FEV ist ein international führender, unabhängiger Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung für Hardware und Software. Das Kompetenzspektrum umfasst die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen bis hin zur Serienreifen sowie angrenzenden Beratungsleistungen. Zum Leistungsumfang auf der Fahrzeugseite gehören die Auslegung von Karosserie und Fahrwerk, inklusive der Feinabstimmung der Gesamtfahrzeugattribute wie Fahrverhalten und NVH. Zudem werden bei FEV innovative Lichtsysteme und Lösungen zum autonomen Fahren sowie Connectivity entwickelt. Bei der Elektrifizierung von Antrieben entstehen leistungsfähige Batteriesysteme, e-Maschinen und Inverter. Darüber hinaus werden hocheffiziente Otto- und Dieselmotoren, Getriebe, EDUs sowie Brennstoffzellensysteme entwickelt und unter Berücksichtigung der Homologation ins Fahrzeug integriert. Ein weiterer Schwerpunkt sind alternative Kraftstoffe.

Das Leistungsangebot wird abgerundet durch maßgeschneiderte Prüfstände und Messtechnik sowie Softwarelösungen, durch die wesentliche Arbeitsschritte der oben genannten Entwicklungen effizient von der Straße in den Prüfstand oder in die Simulation verlegt werden können.

Die FEV Gruppe wächst kontinuierlich und beschäftigt aktuell 6700 hochqualifizierte Spezialisten in kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.