01. Oktober 2020

FEV engagiert sich in Europäischer Allianz für sauberen Wasserstoff

Prof. Stefan Pischinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der FEV Group. Quelle: FEV Group

Aachen, September 2020 – FEV, ein international führender, unabhängiger Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung, engagiert sich im Rahmen der „Europäischen Allianz für sauberen Wasserstoff“ für den gemeinsamen nachhaltigen Aufbau einer europäischen Wasserstoffindustrie als Beitrag zur Erreichung einer vollständigen CO2-Neutralität. Die Allianz ist eine Initiative der Europäischen Union.

Im Jahre 2015 wurde auf der Pariser Klimakonferenz eine Reduzierung der CO2-Emissionen um 38 Prozent bis 2030 sowie um 80 Prozent bis 2050 beschlossen. Die EU-Kommission hat mit dem „Green Deal“ diese Anforderungen noch einmal verschärft und möchte bis 2030 eine Reduktion von mindestens 50 Prozent sowie 2050 eine vollständige Klimaneutralität erreichen. Die starke Vernetzung des europäischen Binnenmarktes und ein stetiges Wachstum des Transportvolumens verlangen insbesondere im Verkehrssektor nach einer gemeinsamen Strategie, um diese Klimaziele zu erreichen.

„In Entwicklungszyklen des Transportsektors gesprochen steht die Zukunft bereits vor der Tür. Um die ehrgeizigen Klimaziele erreichen zu können, benötigen wir einen Mix aus allen ökonomisch und ökologisch sinnvollen Ansätzen, um den gesamten Sektor zu defossilisieren“, sagt Prof. Stefan Pischinger, Vorsitzender der Geschäftsführung der FEV Group. „Wasserstoff kann hierbei als Speichermedium für erneuerbare Energien, als Grundlage für synthetische Kraftstoffe oder direkt in Brennstoffzellen und Verbrennungsmotoren genutzt werden.“

FEV hat sich daher der „Europäischen Allianz für sauberen Wasserstoff“ angeschlossen, um die Entwicklung einer wettbewerbsfähigen Wasserstoffindustrie transnational zu unterstützen.

Gemeinsam mit Experten aus Mitgliedsstaaten der EU, Unternehmen, Verbänden sowie Forschungs- und Innovationsgemeinschaften sollen Ressourcen gebündelt und neue Impulse und Investitionen geschaffen werden, um einen wesentlichen Beitrag zur Klimaneutralität zu leisten. Die Allianz dient dabei als Austauschforum und bildet die gesamte Wertschöpfungskette von der Wasserstofferzeugung über Transport und Speicherung bis hin zu Endanwendungen ab.

„Der Bedarf an Investitionen zum Beispiel in Elektrolyseure für grünen Wasserstoff ist enorm“, sagt Prof. Pischinger. „Daher ist es entscheidend, deutliche politische Anreize zu schaffen und eine gemeinsame europäische Richtung zu verfolgen. Das wollen wir mit unserem Engagement unterstützen.“

Bis 2050 plant die Allianz 2.000 Unternehmen zu vereinen.

Über FEV
FEV ist ein international führender, unabhängiger Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung für Hardware und Software. Das Kompetenzspektrum umfasst die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen bis hin zur Serienreife sowie angrenzenden Beratungsleistungen. Zum Leistungsumfang auf der Fahrzeugseite gehören die Auslegung von Karosserie und Fahrwerk, inklusive der Feinabstimmung der Gesamtfahrzeugattribute wie Fahrverhalten und NVH. Zudem werden bei FEV innovative Lichtsysteme und Lösungen zum autonomen Fahren sowie Connectivity entwickelt. Bei der Elektrifizierung von Antrieben entstehen leistungsfähige Batteriesysteme, e-Maschinen und Inverter. Darüber hinaus werden hocheffiziente Otto- und Dieselmotoren, Getriebe, EDUs sowie Brennstoffzellensysteme entwickelt und unter Berücksichtigung der Homologation ins Fahrzeug integriert. Ein weiterer Schwerpunkt sind alternative Kraftstoffe.

Das Leistungsangebot wird abgerundet durch maßgeschneiderte Prüfstände und Messtechnik sowie Softwarelösungen, durch die wesentliche Arbeitsschritte der oben genannten Entwicklungen effizient von der Straße in den Prüfstand oder in die Simulation verlegt werden können.

Die FEV Gruppe wächst kontinuierlich und beschäftigt aktuell 6700 hochqualifizierte Spezialisten in kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.