22. September 2017

FEV und Coventry University errichten Entwicklungszentrum in England

Zukunftssichere Antriebskonzepte liegen im Fokus des Entwicklungs- und Prüfzentrums

Modell des neuen Entwicklungs- und Prüfzentrums im Technologiepark der Coventry University (Quelle: FEV Group GmbH/ Coventry University)

Der internationale Engineering-Dienstleister FEV mit Stammsitz in Aachen und die Coventry University errichten ein gemeinsames Entwicklungszentrum für saubere Transporttechnologien: Das Projekt umfasst ein Volumen von rund 33 Millionen Euro und soll zukünftig die fortschrittliche Antriebsentwicklung in Coventry vorantreiben. In vier hochmodernen Prüfständen werden Ingenieure und Forscher von FEV und der Universität zukünftig Antriebskonzepte mit Blick auf Leistung und Emissionsverhalten testen und weiterentwickeln – darunter konventionelle Antriebe mit herkömmlichen und alternativen Kraftstoffen, aber auch Hybrid- oder E-Antriebe.

Das neue Technologiezentrum entsteht in unmittelbarer Nähe zum National Transport Design Centre (NTDC), das die Coventry University unlängst eröffnet hat. So entwickelt sich in Coventry ein Forschungs- und Entwicklungs-Cluster im Technologiepark der Universität, das sich auf die Transportindustrie konzentriert.

„Enge Zusammenarbeit mit führenden Universitäten war immer ein Schlüsselfaktor für die FEV, um ihre Innovationskraft zu sichern“, erklärt Professor Stefan Pischinger, President und CEO der FEV Group. „Daher war es für uns ein logischer Schritt, gemeinsam mit der Universität Coventry in das Technologiezentrum zu investieren. Die Zusammenarbeit wird unsere Präsenz in England weiter stärken und stellt zudem eine hervorragende Grundlage für zukünftige Entwicklungsprojekte dar, um eine Mobilität mit minimalen Emissionen zu gewährleisten.“

FEV betreibt bereits einen eigenen Entwicklungsstandort in England, von wo aus die Experten der lokalen Automobilindustrie Spezialdienstleistungen in der Antriebsentwicklung mit zunehmendem Fokus auf Fahrzeugelektrifizierung bieten. Zu den Kunden gehören namhafte Player der Automobil- und Luftfahrtbranche. Unter anderem wird dieser bestehende Kundenstamm das neue Technologiezentrum nutzen, um sauberere Transporttechnologien – vor allem in Form von fortschrittlichen Antriebssystemen – zu entwickeln. Diese wurden im Rahmen der industriellen Strategie der britischen Regierung als Schlüsselthema für Innovationen definiert.

„Das neue Joint Venture mit FEV zeigt ein nachhaltiges Vertrauen in Europa in die Stärke der britischen Industrie und die Qualität von Forschung und Entwicklung in unserem Land“, erklärt Professor John Latham, Vize-Kanzler der Coventry University. „Die Einrichtung ergänzt unser bestehendes Portfolio im Automobilsektor, unsere Arbeit im National Transport Design Centre und unsere Aktivitäten auf dem Gebiet von vernetzten und autonomen Fahrzeugen. Somit wächst unser jüngstes Gesamtinvest in Forschung und Entwicklung für den Transportsektor auf mehr als 40 Millionen britische Pfund. Coventry und die Midlands bleiben damit ein klarer Anziehungspunkt für internationale Firmen, die Innovationen bei der Fahrzeugentwicklung mit besonderem Fokus auf saubere Mobilität vorantreiben. Als eine der führenden Universitäten in dieser Region freuen wir uns, eine wichtige Rolle dabei einzunehmen, derartige Investments anzuziehen.“

Über FEV
FEV ist ein international führender, unabhängiger Dienstleister in der Fahrzeug- und Antriebsentwicklung für Hardware und Software. Das Kompetenzspektrum umfasst die Entwicklung und Erprobung innovativer Lösungen bis hin zur Serienreifen sowie angrenzenden Beratungsleistungen. Zum Leistungsumfang auf der Fahrzeugseite gehören die Auslegung von Karosserie und Fahrwerk, inklusive der Feinabstimmung der Gesamtfahrzeugattribute wie Fahrverhalten und NVH. Zudem werden bei FEV innovative Lichtsysteme und Lösungen zum autonomen Fahren sowie Connectivity entwickelt. Bei der Elektrifizierung von Antrieben entstehen leistungsfähige Batteriesysteme, e-Maschinen und Inverter. Darüber hinaus werden hocheffiziente Otto- und Dieselmotoren, Getriebe, EDUs sowie Brennstoffzellensysteme entwickelt und unter Berücksichtigung der Homologation ins Fahrzeug integriert. Ein weiterer Schwerpunkt sind alternative Kraftstoffe.

Das Leistungsangebot wird abgerundet durch maßgeschneiderte Prüfstände und Messtechnik sowie Softwarelösungen, durch die wesentliche Arbeitsschritte der oben genannten Entwicklungen effizient von der Straße in den Prüfstand oder in die Simulation verlegt werden können.

Die FEV Gruppe wächst kontinuierlich und beschäftigt aktuell 6700 hochqualifizierte Spezialisten in kundennahen Entwicklungszentren an mehr als 40 Standorten auf fünf Kontinenten.