07. Oktober 2013

FEV GmbH präsentiert evolutionäre Antriebstechnologien beim Aachener Kolloquium

Die FEV Ausstellung zeigt, wie das umfassende Know-how des Unternehmens für rasante Veränderungen in der Branche sorgt.

Aachen, 6. Oktober 2013 – Die FEV GmbH (FEV), ein führendes Unternehmen in der Entwicklung moderner Antriebs- und Fahrzeugsystemtechnologien mit Sitz in Aachen,
Deutschland, wird ihre Kernkompetenz beim Aachener Kolloquium präsentieren, darunter Beispiele die zeigen, wie FEV dieses Know-how für die schnelllebigen Veränderungen in der Fahrzeugantrieb-Systementwicklung nutzt. Das Kolloquium findet vom 7. bis 9. Oktober 2013 im Eurogress Aachen statt. Die FEV GmbH wird auch ihre Fahrzeugsystementwicklungen in den Bereichen Elektronik und Infotainment vorstellen.

Das Aachener Kolloquium ist der größte Kraftfahrzeug- und Motortechnologie-Kongress in Europa mit mehr als 1.800 Fachbesuchern jährlich. FEV wird als bedeutender Aussteller auf der jährlichen Veranstaltung zahlreiche Fachbeiträge präsentieren, die Fortschritte in der Antriebstechnologie zeigen.

„Es gibt nicht die universelle Antwort auf die Frage, welches Antriebssystem das Beste ist“, erklärt Prof. Stefan Pischinger, CEO der FEV GmbH. „Das Aachener Kolloquium ist ein Ort, an dem führende Unternehmen zusammenkommen und Ideen über die Zukunft unserer Branche und ihrer Technologien austauschen können.“

Folgende Technologien werden unter anderem am Stand von FEV zu sehen sein:

Motormodell mit reduzierter Reibung

Die FEV GmbH wird zeigen, wie sich die Reibung in Fahrzeugmotoren reduzieren lässt. Ingenieure der FEV nutzen die (weltweit größte) Reibungsdatenbank des Unternehmens, eigene Software und andere Entwicklungswerkzeuge zur Kostengünstigen Reduzierung von CO2-Emissionen und Verbesserung des Kraftstoffverbrauchs. Ergebnis ist ein reibungsarmer Motor, der auf dem Kolloquium gezeigt wird. Diese die Reibung reduzierenden Maßnahmen, die bei Kurbelwelle und Kolben, Ventiltrieb, Schmier- und Kühlkreisläufen sowie im Getriebe Anwendung finden, sind deutlich billiger als eine Elektrifizierung des Fahrzeugs, bringen aber einen ähnlich großen Gesamtvorteil gegenüber herkömmlichen Verbrennungsmotoren. Die Anwendung dieser und anderer Maßnahmen zur Verringerung der Reibung über eine detaillierte Optimierung von Motoren- und Getriebekomponenten zeigen, dass eine Verringerung des Kraftstoffverbrauchs im NEFZ von mehr als 8 % für ein C-Klasse-Fahrzeug mit einem 1,8-Liter Reihen-Vierzylinder-Turbomotor möglich ist. Die Reibung reduzierende Technologie wird in einem Lamborghini Aventador mit 700 PS V12-Motor gezeigt.

Testen von Infotainment-Systemen - Human Machine Interface test system (HMIts)

Erstmals auf dem FEV Stand, das von DGE entwickelte Testsystem für Mensch-Maschine-Schnittstellen. DGE, ein Tochterunternehmen von FEV, entwickelte selbst Mensch-Maschine-Testsysteme. Das System-Design ermöglicht es, jedes Test-Tool schnell neu zu konfigurieren, um Systemmängel zu charakterisieren und zu identifizieren, wenn sie auftreten. Dies ist ein großer Vorteil, da Infotainment- und Telematiksysteme der nächsten Generation sowohl fahrzeuggebundene als auch Cloud-basierte Komponenten beinhalten werden.

Diesel-Zylinderkopf für CNG-Betrieb umgerüstet

CNG (Compressed Natural Gas) wird seit längerer Zeit in Nutzfahrzeugen eingesetzt, die wie Dieselfahrzeuge betrieben werden. FEV entwickelt Anwendungen, die den Einsatz von günstigem CNG optimieren. Ein Ziel ist es, bei gleichbleibend geringem Kraftstoffverbrauch die Leistung zu erhöhen. FEV wird eine Designstudie eines Diesel-Zylinderkopfs zeigen, der für die Verwendung von CNG modifiziert wurde – eine Entwicklung, mit der die Umrüstung von Fahrzeugen auf diesen wirtschaftlichen, emissionsarmen Kraftstoff beschleunigt werden könnte.

Motorentwicklung
Neander

Die FEV GmbH wird den Neander Diesel-Außenbord-Bootsmotor zeigen, einen kleinen Außenbordmotor für den umkämpften Markt zwischen 40 und 60 PS. Der Neander
Schiffsdiesel hat einen Hubraum von nur 800 ccm, eine über eine Kette angetriebene Nockenwelle, hydraulische Kettenspanner, Common-Rail-Direkteinspritzung und jeweils 80 mm Bohrung und Hub. Wirklich einzigartig ist jedoch seine doppelte Kurbelwelle. Die Kolbenbolzen sind mit einem Paar nebeneinanderliegender Pleuelstangen gekoppelt, die ein Paar versetzter, gegenläufig drehender Kurbelwellen antreiben. Diese Anordnung ermöglicht einen effizienten, leichten, kompakten und leistungsstarken Motor mit vorbildlicher Laufruhe. FEV trug CAE- und Test-Support zu diesem innovativen Programm bei.

Einzylindermotoren-Familie

Die von FEV entwickelte Einzylindermotoren-Familie mit flexibler und modularer Konstruktion wird ausgestellt. Der Motor wurde kürzlich an die spezifischen Anforderungen eines FEV-Kunden angepasst, um den Motorentwicklungsprozess kostengünstig zu beschleunigen. Bei Verwendung eines solchen Motors müssen keine teuren Mehrzylindertests durchgeführt werden, wodurch im Vergleich zum Testen von Mehrzylindermotoren deutlich geringere Kosten über den gesamten Produktentwicklungszyklus anfallen.

Weitere von FEV ausgestellte Komponenten:

Motoren

FEV wird eine Vielzahl von Motoren ausstellen, an denen die FEV GmbH als
Entwicklungspartner beteiligt war, darunter:

  • GM 1,6-L-Motor
  • Deutz Trier4f Motor

Getriebe

  • FEV entwickelte ein trockenes 7-Gang-Doppelkupplungsgetriebe, als erstes seiner Art mit geringer Komplexität durch wenig Räder und nur 3 Schaltmuffen zur Synchronisierung.
  • P-REX 1 Getriebe für Plug-In-Hybride. Das von FEV entwickelte Getriebe bietet einen reinen 2-Gang-Elektroantrieb und sorgt in Verbindung mit einem Range Extender mit
    Verbrennungsmotor im Parallelbetrieb für effiziente Fahrleistungen auf Autobahnen. FEV war für das Konzept bis zur Kalibrierung verantwortlich.

Abgassystem

  • Kombiniertes Abgas-Nachbehandlungssystem – FEV entwickelte eine Kombination aus einem geschlossenen gekoppelten NOx-Speicherkatalysator und einem SCR beschichteten Dieselpartikelfilter für maximale NOx-Umwandlung über den gesamten Betriebsbereich.
  • FEV arbeitete mit der Deutz AG erfolgreich an der Reduzierung von Emissionen bei einer Reihe von Deutz-Motoren für Industrie und Landwirtschaft. FEV entwickelte eine Software-Plattform für die Anwendung passiver DPF-Systeme mit folgenden Vorteilen:
    • Hochpräzises Rohemissions-Modell (NOx, Ruß)
    • Varianten-Unabhängigkeit des Rohemissions-Modells
    • Höchste Modellgenauigkeit für den passiven Regenerations-Modus
    • Direkte Berücksichtigung von Umgebungsbedingungen
    • FEV erledigte auch Kalibrierung und Validierung des DPF und den Nachweis der Temperaturwechselbeständigkeit

Kalibrierung

  • FEV wird die TOPExpert ASM Box (Actuator Sensor Manipulation) ausstellen, die für die zunehmend komplexen Algorithmen entwickelt wurde, die zur Erkennung von Fehlfunktionen notwendig sind. Die von der FEV GmbH entwickelte TOPExpert ASM Box ermöglicht die Manipulation elektrischer Aktor- und Sensorsignale, die zwischen Aktor/Sensor und Motorsteuergerät ausgetauscht werden, um realistische Fehlerprofile im Motor- und Abgassystem zu generieren. Diese Fehlerprofile können dann von geeigneten Überwachungsstrategien erkannt werden.

Range Extender

  • FEV wird den Prototyp eines Brennstoffzellen-Range Extenders zeigen, dessen von FEV entwickeltes Steuermodul ein Batteriemanagement-System, eine Zellenspannungs-Messeinheit und ein Batteriemodul umfasst. Die Technologie wurde im Rahmen des „Breeze!“ Projekts entwickelt, einer öffentlich finanzierten Zusammenarbeit zwischen FEV, der Graebener Group, dem Institut für Verbrennungskraftmaschinen (VKA) an der RWTH Aachen und der ZBT GmbH. FEV war auch verantwortlich für die Integration in ein Fiat 500 Vorführfahrzeug und die Gestaltung der verschiedenen Komponenten in Verbindung mit dem VKA.

Testfahrzeuge

  • Ein Fiat 500 mit Elektroantrieb von KSPG mit FEV-Technologie lädt zum Fahren oder Mitfahren ein.
  • Ein Tool Mini ausgerüstet mit einer TOPExpert ASM Box zeigt die Bandbreite der FEV Werkzeuge zur Fahrzeug Kalibrierung
  • Kia Sportage LPG
Andreas Albers Andreas Albers
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