12. Oktober 2011

FEV GmbH kooperiert mit KSPG in der Entwicklung eines neuen Range Extender

kompakte Range Extender mit optimierten NVH-Eigenschaften haben Potenzial für universelle Verwendbarkeit in Elektrofahrzeugen

Aachen, 07. Oktober 2011 – FEV GmbH, (FEV) ein führender Entwicklungsdienstleister für fortschrittliche Antriebs- und Fahrzeugtechnologien mit Sitz in Aachen (Deutschland), teilte heute mit, dass man in Zusammenarbeit mit dem weltweit tätigen Automobilzulieferer KSPG, Neckarsulm einen neuen kompakten Range Extender, der universell in Elektrofahrzeugen eingesetzt werden kann, entwickelt hat. Das System beinhaltet FEV’s Full Engine Vibration Compensator (FEVcom) Technologie, mit dessen Hilfe die typischen Vorteile des Elektroantriebs, wie extrem niedrige Geräusche und Schwingungen, auch im Betrieb mit Range Extender erhalten bleiben. Das Konzept, welches bereits von KSPG kürzlich auf der IAA in Frankfurt vorgestellt wurde, ist jetzt auf dem Stand 3 der FEV beim 20. Aachener Kolloquium vom 10. bis zum 12 Oktober 2011 im Eurogress in Aachen zu sehen. 

“Schon in unserem ersten Elektrofahrzeug-Prototypen, den wir vor drei Jahren an gleicher Stelle beim Aachener Kolloquium präsentiert haben, hatte FEV einen Range Extender zur Demonstration seiner vorteilhaften Konzepteigenschaften integriert. Die neue KSPG-Konstruktionslösung stellt eine neues Benchmark im Hinblick auf Kompaktheit, akustische Eigenschaften sowie Produktionstauglichkeit dar. Er nutzt eine Reihe FEV-Innovationen, welche aus unserer kontinuierlichen Projekttätigkeit auf diesem wachsenden Gebiet der Antriebsentwicklung resultieren” sagt Prof. Stefan Pischinger, CEO der FEV GmbH.

Range Extender überwinden die aus Sicht potenzieller Käufer von Elektrofahrzeugen wesentlichen Bedenken hinsichtlich limitierter Reichweite. Range Extender greifen im Wesentlichen auf bewährte Technologien zurück und sind üblicherweise auf die jeweilige Einbausituation im Zielfahrzeug hin ausgelegt. Der 30 kW leistende neue Range Extender wurde in Kooperation mit KSPG entwickelt und löst die Aufgabe dagegen mit einem kompakten und universellen Design, welches für den Einbau des Aggregates nur einen geringen Bauraum beansprucht. Hierfür reicht bereits die übliche Reserveradmulde aus. Ebenso sind die Schnittstellen des Aggregates zum Fahrzeug und seiner Infrastruktur universell ausgelegt. 

Ein weiteres wesentliches Unterscheidungsmerkmal des KSPG Range Extender ist seine dem reinen Elektroantrieb nahezu ebenbürtige Laufruhe, welche durch die FEVcom Technologie erreicht wird. Diese Innovation bewirkt eine Reduzierung der Schwingungsanregung an den Aggregatelagern um mehr als 95%, was bereits in verschiedenen Applikationen messtechnisch nachgewiesen werden konnte. 

Auf der IAA 2011 zeigte KSPG die V2-Zylinder-Benzinmotor-Lösung mit vertikal angeordneter Kurbelwelle, zwei Generatoren und Rädertrieb. Das Aggregat demonstriert die kompakte Größe der Einheit, welche gerade 60 kg wiegt. Die Integration ins Fahrzeug ist beeindruckend einfach und der Anpassungsaufwand ist minimal. Dies ermöglicht, dass der Range Extender als optionale oder als Zusatzausstattung vorgesehen werden kann. Der Range Extender kann als Brückentechnologie auf dem Weg zu rein batterie-elektrischen Fahrzeugen verstanden werden, welche das Problem der Reichweitenbegrenzung bei noch ungenügender Ladeinfrastruktur entschärft. Damit wird einer der wesentlichen kundenseitigen Vorbehalte gegen die schnelle Verbreitung der Elektromobilität überwunden.

Der in Kooperation mit KSPG entwickelte Range Extender bietet diverse zusätzliche Vorteile. So ermöglicht er beispielweise, das Antriebskonzept mit einer deutlich kleineren Batterie auszulegen, was sich sowohl auf die Gesamtkosten als auch auf das Fahrzeuggewicht günstig auswirkt. 

Aufgrund ihrer großen Erfahrung in der Konstruktion kleiner und kompakter Hochleistungsmotoren war FEV für KSPG der bevorzugte Partner für die Entwicklung des Range Extender. In den letzten Jahren hat FEV bereits bei anderen Gelegenheiten unterschiedliche Range Extender Lösungen in diversen Applikationen präsentiert. Als unabhängiger Entwicklungsdienstleister konnte FEV dabei auf Erfahrungswerte zahlreicher Projekte mit Bezug zu Serienanwendungen zurück greifen.

Andreas Albers Andreas Albers
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