11. November 2014

FEV ASM Box: Einfacher Nachweis der Motor-Diagnosefunktionen

FEV bietet erstes Serienprodukt zur Vertrimmung von LSU 5.1-Lambda-Sensoren und Simulation komplexer Zündaussetzer

Aachen, 11. November 2014 – Kompakt, kostengünstig und vielseitig: Mit der Actuator Sensor Manipulation (ASM) Box bietet der Aachener Entwicklungsdienstleister FEV GmbH ein leistungsstarkes Werkzeug an, das es ermöglicht, den Signalaustausch zwischen Aktuatoren beziehungsweise Sensoren und Motorsteuerung (ECU) zu manipulieren. So können realistische Fehlermuster generiert werden, wie sie im Rahmen der Fahrzeugentwicklung und -homologation notwendig sind. Erstmals beinhaltet die ASM Box ein Modul zur Vertrimmung von LSU 5.1-Lambda-Sensoren. „Unsere ASM-Box macht die kosten- und zeitintensive Nutzung von gezielt fehlerhafter Hardware zur Fehlergenerierung in der Entwicklung und Kalibrierung von Diagnosefunktionen unnötig“, erklärt Professor Stefan Pischinger, President und CEO der FEV Group den Hintergrund der Entwicklung. „Sie simuliert selbst komplexe Fehlermuster – beispielsweise Fehlzündungen, die wir in Dauer, Folge und Zeitpunkt variieren können.“ Die gesamte Parametrierung der Fehlermuster ist über ein beliebiges Applikationstool, – beispielsweise INCA® – möglich. Zusätzlich verfügt die ASM Box auch über einen Behördenmodus, welche die Steuerung der Manipulationen auf den von der Legislative gewünschten Umfang reduziert.
Im Rahmen der Zertifizierung von Fahrzeugen muss die ordnungsgemäße Funktion der Motor-Diagnose nachgewiesen werden. Um die zunehmend komplexen Fehlerszenarios schnell und kostengünstig zu simulieren, hat die FEV die sogenannte ASM Box entwickelt. Diese erzielt realistische Fehlermuster indem sie den Signalaustausch zwischen Aktuatoren oder Sensoren und der ECU manipuliert. „Dank einer Vielzahl von Schnittstellen und Sensoranschlüssen sind wir in der Lage, nahezu jedes Signal zu manipulieren – von Abgasrückführung bis Kurbelwelle, von Einspritzparametern bis hin zu NOx- oder Partikel-Sensoren“, erklärt Rafael Dziadek, Produktmanager bei der FEV.

Erstmals Lambda-Manipulation für LSU 5.1 möglich
Als weltweit erstes Seriensystem ermöglicht die ASM Box eine verlässliche Manipulation der O2-Signale über die Lambdasonde. „Der neue Sondentyp LSU 5.1 erfordert deutlich komplexere Systeme als sein Vorgänger, um die Anforderungen im Rahmen der Fahrzeugzulassung zu erfüllen“, weiß Dziadek.
So steuert der neue und rein digitale Bosch ASIC CJ135-Chip (ASIC) in der Motorsteuerung, im Gegensatz zu seinem analogen Vorgänger CJ125, den Pumpstrom im Sensor über digitale Pulsweitenmodulation (PWM)-Signale. Die LSU 5.1 ist eine planare ZrO2-Einzellengrenzstromsonde, die von Bosch speziell für den Einsatz im Abgassystem von Diesel-Verbrennungsmotoren entwickelt wurde.
Mit der ASM Box können Anwender den Sensorsignalen unterschiedliche Fehlerarten aufprägen, darunter unzureichendes Ansprechverhalten, sowie unplausible Sauerstoffkonzentrationen oder Limitierungen. Zudem erzeugt das System reproduzierbare Fehler bei Keramiktemperatur-Signalen, Heizlastzyklen, der Verkabelung sowie alle gesetzlich geforderten elektrischen Fehlermuster.

Simulation komplexer Fehlzündungen
Auch komplexe Fehlzündungen und Fehler bei der Einspritzung sind mit der FEV ASM Box für bis zu fünf Einspritzungen pro Arbeitstakt simulierbar. Neben Veränderungen der Einspritzdauer lassen sich so auch wandernde Einspritz- und Zündzeitpunkte darstellen. Vollständige Zünd- oder Einspritzaussetzer können zufällig, in regelmäßiger Folge oder kontinuierlich erzeugt werden und sogar einzelne Pilot-Einspritzungen lassen sich ausblenden oder beeinflussen.
Weitere Informationen zur FEV ASM Box erhalten Interessenten direkt beim Produktmanagement der FEV, Herr Rafael Dziadek (Dziadek@fev.com).

 

Über die FEV

Die FEV-Gruppe mit Hauptsitz in Aachen, Deutschland, ist ein international anerkannter Entwicklungsdienstleister für Antriebs- und Fahrzeugtechnologien. Das Unternehmen bietet seinen weltweiten Kunden aus der Transportbranche das gesamte Engineering-Spektrum bei der Konstruktion, Berechnung und dem Prototyping in der Motoren- und Getriebeentwicklung, der Fahrzeugintegration, der Kalibrierung und Homologation moderner Otto- und Dieselmotoren sowie für alternative Kraftstoffe. Das Kompetenzspektrum der FEV-Gruppe umfasst auch die Entwicklung, Konstruktion und das Prototyping innovativer Fahrzeugkonzepte, die elektronische Steuerung sowie Hybridantriebe im Hinblick auf zukünftige Emissions- und Kraftstoffverbrauchsstandards. Der Geschäftsbereich Test Systems ist ein weltweiter Anbieter moderner Prüfstandeinrichtungen und Messtechnik. Die FEV Gruppe beschäftigt über 3.000 hochqualifizierte Spezialisten in modernen Entwicklungszentren auf drei Kontinenten.

 

 

Andreas Albers Andreas Albers
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